Der Feuerwehrdienst ist sehr vielseitig. Die Entscheidung, Mitglied einer Feuerwehr zu werden, wird getroffen, weil die haupt- oder ehrenamtliche Arbeit in der Feuerwehr spannend und interessant ist, Sinn gibt, ein Gemeinschaftsgefühl erzeugt und mit vielen weiteren positiven Erfahrungen verbunden ist: Anderen Menschen in einem Notfall zu helfen, Neues zu lernen und seinen Horizont zu erweitern oder einen Einsatz mit anderen gemeinsam zu meistern. Jeder Einsatz, der erfolgreich abgearbeitet wird, führt zu mehr Kompetenz und macht stolz. Wird der Feuerwehreinsatz zudem in der Öffentlichkeit gelobt, motiviert dies zusätzlich.
Gleichzeitig hat die Tätigkeit in der Feuerwehr aber auch Schattenseiten: So kann die Konfrontation mit Sterben, Tod und Leid belasten. Nicht bei allen Einsätzen kann man so helfen, wie man es gerne würde. Aus manchen Erfahrungen resultiert Frust und Hilflosigkeit. Darüber hinaus können körperliche Anforderungen an persönliche Leistungsgrenzen bringen.
Neben Einsatzbelastungen können aber auch ungünstige organisationsinterne Regelungen als etwas Unangenehmes erlebt werden, beispielsweise zu Arbeitsabläufen oder zu Dienst- und Bereitschaftszeiten. Die Zusammenarbeit mit Kollegen und Vorgesetzten verläuft ebenfalls nicht immer reibungslos.
Manchmal gibt es in Wachmannschaften Rivalität, beispielsweise im Hinblick auf eine anstehende Beförderung, oder man ärgert sich über fehlende Anerkennung. Und nicht zuletzt können aufwändige Aus- und Fortbildungen schlichtweg lästig sein.