Überflutete Straßen mit teilweise unter Wasser stehenden Häusern und einem Rettungsboot. ©pixabay
FW

Spontanhilfe im Einsatz

Grundlagen und Empfehlungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Einsatzkräften und Spontanhelfenden

Im Juli 2021 wurde Deutschland von einem Starkregenereignis getroffen, das in weiten Teilen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zu Hochwassern führte, wie viele von uns sie noch nicht erlebt hatten. Die Katastrophe forderte mindestens 186 Todesfälle allein in Deutschland und zerstörte weiträumig die Infrastruktur. Viele erinnern sich nicht nur an das Leid der Betroffenen, sondern auch an die enorme Hilfsbereitschaft aus der Bevölkerung: in Form von Geld- und Sachspenden, vor allem in Form von Helfenden – viele Tausend Menschen, die aus dem ganzen Bundesgebiet und sogar aus Nachbarländern anreisten, um die Betroffenen vor Ort über Tage, Wochen und teilweise Monate zu unterstützen.

Die aktive Schadensbewältigung der Bevölkerung ist kein neues Phänomen. Das, was die neuere Forschung heute „Spontanhilfe“ nennt, ist als Bewältigungsverhalten vor allem bei Krisen, die durch Naturereignisse ausgelöst wurden, bekanntes Handeln. Durch die Nutzung sozialer Medien hat sich jedoch die sogenannte Spontanhilfe der Bevölkerung verändert: Die Menschen sind seit den 2010er-Jahren besser und weiträumiger miteinander vernetzt, dadurch besser darüber informiert, wo es offizielle und inoffizielle Hilfsangebote gibt, und besser in Gruppen mit unterschiedlichen Schwerpunkten organisiert ...

Stand: 09/2026
Webcode: w522
(DC)