Symptome und Beschreibung des Hängetraumas
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Symptome und Beschreibung des Hängetraumas

Durch längeres, bewegungsloses Hängen im Gurt fehlt der Widerstand unter den Füßen und die so genannte „Muskelpumpe“ zur Förderung des venösen Blutrückstromes kann nicht mehr wirken (Versacken des Blutes in den Beinen – Orthostase). In der Folge kann es aufgrund unterschiedlicher pathophysiologischer Mechanismen zum Schock, unter Umständen mit Todesfolge, kommen.

Pathophysiologische Faktoren des Hängetraumas:

  • Muskelpumpe fällt aus (Minderung des venösen Rückstroms)
  • Relative Hypovolämie (Versacken des Blutes in den Beinen)
  • Zellschwellung/Zellfunktionsstörung
  • Minderung der Herzauswurfleistung
  • Störungen auf zellulärer Ebene (Sauerstoffmangel)

Die Auswirkungen eines längeren, bewegungslosen Hängens in einem Auffanggurt können je nach Gesundheits- und Körperzustand der Person individuell sehr unterschiedlich sein. Folgende Symptome können auf die Entstehung eines Hängetraumas hinweisen:

  • Blässe,
  • Schwitzen,
  • Kurzatmigkeit,
  • Pulsanstieg oder Pulsabstieg,
  • Blutdruckanstieg oder Blutdruckabfall,
  • Sehstörungen,
  • Schwindel,
  • Übelkeit.

Der vorstehende Text zum Thema „Symptome und Beschreibung des Hängetraumas“ ist der Ziffer 02 der DGUV-Information 204-011 „Erste Hilfe“ (Stand: Januar 2021) entnommen. Auf die Bestimmungen der Feuerwehr-Dienstvorschrift 1 wird hingewiesen.

Stand: 04/2022