Eingang und Verkehrswege im Außenbereich

FW Eingang und Verkehrswege im Außenbereich

Bei mangelnder Beleuchtung an Eingängen und Verkehrswegen bestehen Unfall- und Gesundheitsgefahren, vornehmlich in Form von Stolper- und Sturzunfällen.

Wichtigstes Kriterium für eine richtige Beleuchtung ist die Beleuchtungsstärke.

Die Begrenzung der Blendung, die Lichtfarbe, die Farb­wieder­gabe, die Lichtrichtung, die Schattenbildung und die gleichmäßige Ausleuchtung sind weitere Gütekriterien für eine gute Beleuchtung.

Da im Dunkeln der Zugang zu Gebäuden nicht zum Sicher­heitsrisiko werden darf, müssen Verkehrswege und Eingänge beleuchtet sein, wenn das natürliche Licht nicht ausreicht.

  • Parkplätze und Gehwege für Fußgänger 10 lx
  • Alarmparkplätze 50 lx
  • Toranlagen im Außenbereich 50 lx

Zu empfehlen ist die Schaltung von Beleuchtungseinrichtungen über Bewegungsmelder oder Dämmerungsschalter. Im All­gemeinen müssen Lichtschalter leicht zugänglich, selbstleuchtend und in der Nähe von Zu- und Ausgängen installiert sein.

Eine Schalt­möglichkeit für die gesamte Innenraumbeleuchtung bereits am Zugang zum Feuerwehrhaus ist zu empfehlen, wie etwa auch hier die Steuerung der Beleuchtung durch Bewegungsmelder. Das Betreten nicht beleuchteter Räume wird so vermieden. Bei Stromausfall muss eine Notbeleuchtung oder zumindest eine aufgeladene Handleuchte im Eingangsbereich vorhanden sein.

Fußböden auf Verkehrswegen sollen eben, rutschhemmend und trittsicher ausgeführt sein. Auch der Abstreifrost vor der Eingangstür ist rutschhemmend und stolperstellenfrei auszuführen. Sollte vor der Eingangstür ein Podest vorhanden sein, so muss dieses mindestens 0,5 m tiefer sein als die geöffnete Tür.

Verkehrswege sollen bei bis zu 20 Personen eine Breite von 1 m haben und mindestens 2 m hoch sein. Für mögliche Materialtransporte können auch größere Türbreiten erforderlich sein. Wenn die Eingangstür eine Tür im Fluchtweg ist, muss sie nach außen aufschlagen. Darüber hinaus muss sie von innen jederzeit und ohne besondere Hilfsmittel zu öffnen sein.

In der Feuerwache soll hinter der Eingangstür ein Abstreifer für Feinschmutz stolperstellenfrei und gegen Wegrutschen gesichert verlegt sein. Um eine ausreichende Schmutz- und Nässebindung erzielen zu können, verwendet man beispielsweise eine großflächige Fußabstreifmatte, die über die gesamte Durchgangsbreite mindestens 1,5 m tief angeordnet ist.

Stolperstellen werden u. a. dadurch vermieden, dass

  • Türpuffer und -feststeller weniger als 15 cm von der Wand angeordnet sind.
  • Fußmatten und Abdeckungen bündig verlegt sind.
  • Fußmatten gegen Wegrutschen gesichert sind.
  • keine Ausgleichsstufen vorhanden sind.
  • keine elektrischen Anschlussleitungen im Verkehrsweg liegen (ist eine Verlegung im Verkehrsweg unvermeidbar, können Kabelbrücken verwendet werden).
  • vorstehende Teile der Tragkonstruktion von Einrichtungs­gegenständen abgeschirmt sind.
  • Stolperstellen, die baulich nicht vermeidbar sind, farblich gekennzeichnet und ggf. durch Absperrungen oder Handläufe gesichert werden.
  • Einzelstufen mit Schrägrampen ausgeglichen sind (Neigung 12,5 Prozent).
Stand: 05/2019