Wegeunfall🔈
FW

Wegeunfall🔈

Audioversion abspielen:

Ein Wegeunfall ist ebenfalls ein Arbeitsunfall und hat mehrere Varianten. Die wichtigste Variante ist der tĂ€gliche Weg zur und von der Arbeit. Versichert ist dabei der unmittelbare Weg. Nicht notwendig ist, dass es sich um den kĂŒrzesten Weg handelt.

Auch ein etwas lĂ€ngerer, aber verkehrsgĂŒnstigerer, schnellerer Weg ist versichert. Es wird jedoch verlangt, dass der Weg mit der Absicht zurĂŒckgelegt wird, die ArbeitsstĂ€tte zu erreichen bzw. nach der Arbeit direkt nach Hause zu gelangen. Umwege oder Abwege zur Erledigung privater Dinge (Tanken, Einkaufen, Besuch von Freunden) können zum Verlust des Versicherungsschutzes fĂŒhren. Abwege sind alle Wege, die aus eigenwirtschaftlichen GrĂŒnden gewĂ€hlt werden, vom versicherten Weg abweichen und in eine andere Richtung fĂŒhren.

Der versicherte Weg beginnt in der Regel morgens an der AußenhaustĂŒr und endet an der AußentĂŒr der ArbeitsstĂ€tte bzw. am Werkstor. FĂŒr den RĂŒckweg gilt das Gleiche. Ausnahmen gelten im Fall der Alarmierung. Die Art und Weise, wie die Wege zurĂŒckgelegt werden, steht allen Versicherten frei. Ob der öffentliche Nahverkehr, ein Auto, ein Fahrrad benutzt wird oder ob der Weg zu Fuß zurĂŒckgelegt wird, steht dem Versicherten frei. Notwendige Wartezeiten (Bushaltestelle, Bahnhof) sind ebenfalls Teil des versicherten Weges. Fahrgemeinschaften stehen ebenfalls unter Versicherungsschutz, auch wenn hier Umwege notwendig sind. Abweichungen vom direkten Weg sind dann versichert, wenn diese Abweichung darauf beruht, dass ein Kind wegen der beruflichen TĂ€tigkeit der Eltern fremder Obhut anvertraut wird. Dieser Versicherungsschutz gilt fĂŒr den fahrenden Elternteil sowie fĂŒr das Kind. Der versicherte Weg zwischen Wohnung und ArbeitsstĂ€tte kann an einem Tag auch mehrfach zurĂŒckgelegt werden. HĂ€ufigster Fall, in dem auch Versicherungsschutz auf dem Weg besteht, ist der, dass zu Hause ein Mittagessen eingenommen wird.

Stand: 03/2024
Webcode: w263